KfW-Fachkonferenz 2017 – Innovativ, Digital, Kreativ – Perspektiven und Förderung von Zukunftsinvestitionen

Unter diesem Motto fand am 21. Juni 2017 im Haus Ungarn, einer Event- und Tagungslocation, in Berlin ein Zusammentreffen von Vertretern der KfW, Banken und Versicherungen, Unternehmens- und Steuerberatern, Wirtschaftsförderungen und Förderanstalten sowie Gründern der Kreativwirtschaft statt. Angereist waren die Teilnehmer aus allen Bundesländern, was zu zahlreichen Gesprächen zu den verschiedenen Landesprogrammen sowie zum Erfahrungsaustausch einlud.

In den einzelnen Vorträgen ging es dann, wie das Motto der Veranstaltung schon sagt, vorrangig um das Thema Digitalisierung. Was kommt auf uns zu? Auf den Mittelstand, die KMU, aber auch, was bedeutet das für die Gründerlandschaft in Deutschland?

Zusammenfassen kann man diesen Punkt damit, dass die Veränderungen massiv sein werden und wir nicht darauf vorbereitet sind. Das Verhalten der Konsumenten verändert sich beständig, der Handel verändert sich massiv und Banken schließen beispielsweise immer mehr Filialen. Das hat auch Auswirkungen auf die künftige Infrastruktur und Nahversorgung in kleineren Städten sowie ländlichen Gebieten.

Abhilfe versprechen hier mobile Handelslösungen, wie sie derzeit in Tokio getestet werden und schon bald auch bei uns zum Einsatz kommen könnten.

Der Tenor von Oliver Leisse, Keynote Speaker zum Thema „Die Digitalisierung und der Mittelstand“ der SEE MORE, FUTURE RESEARCH & DEVELOPMENT aus Hamburg, war, dass sich die Unternehmen breiter aufstellen müssen, mehr in Kooperationen gehen. Auch und gerade mit neuen Ideen und Lösungen von Startups, die Entwicklungen hervorbringen, welche mit den eigenen, oftmals festgefahrenen Sichtweisen und Strukturen so nicht zu entdecken oder zu entwickeln sind.

Jeder 5. gründet digital

Jeder 5. Gründer ist ein digitaler und Wachstumsgründer, sagte Dr. Katrin Leonhardt, Direktorin der KfW und Bereichsleiterin Mittelstandsbank. Sie fügte aber auch hinzu, dass die Gründungen insgesamt um ca. 100.000 zurückgegangen sind.

Sie sprach von 2 Millionen Gründungswilligen pro Jahr, wovon aktuell nur ca. 700.000 auch gründen, verbunden mit der Frage, woran es liegt, was sich verändern muss und was die KfW dazu beitragen kann, Gründer zu unterstützen?

Vorgestellt wurden dann zwei neue Produkte der KfW Mittelstandsbank, welche digitale Technologien als zentralen Wachstumstreiber für Innovationen fördern sollen.

Im Vortrag von Christoph Backes vom Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes, ging es um jenen Wirtschaftszweig und deren Kraft als Innovationstreiber, verbunden mit der Frage; „Wie Kreative erfolgreiche Entrepreneure werden?“, was gleichzeitig auch als Aufforderung zu mehr Gründergeist jener Adressaten zu werten war.

Um zu unterstreichen, welches Potential in der Kreativwirtschaft liegt, stellten 4 Kreativ-Gründungsunternehmen sich und ihre Produkte vor. Dies geschah in 4 verschiedenen Räumlichkeiten mit kurzen Impulsvorträgen, Hintergrundgeschichten und Zielsetzungen.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch einen Expertentalk um Dr. Patrick Pohl, Deutsche Bank, Dr. Joachim Bühler, BITKOM e.V., Oliver Leisse, SEE MORE, Dr. Katrin Leonhardt, KfW und Frau Prof. Dr. Christine Volkmann, Bergische Universität Wuppertal. Moderiert von Prof. Dr. Gesa Birnkraut, Birnkraut l Partner und einem Schlusswort von Dr. Burkhard Touché, Abteilungsleiter der KfW.

Zum Abschluss kamen die Teilnehmer zum Get-togheter zusammen und empfingen im Rahmen von „Gin & Genius“ bei Gin und BBQ Akteure der hiesigen Kultur- und Kreativwirtschaft, was zum direkten Austausch, regen Nachfragen und neuen, interessanten Kontakten führte. th

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